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Sprachenwahl: Warum Französisch - warum Latein?

Entscheidungshilfen der Fachkonferenzen Französisch und Latein

F R A N Z Ö S I S C H


Lokomotivführer? Lehrer? Managerin? Polizist? Bankkauffrau? Tierarzt? Fußballprofi?
Wer hatte nicht schon früh diese oder andere Berufswünsche, z.B. in Klasse 5 oder 6? Wir Erwachsenen wisseninzwischen, dass es oft anders kommt, dass wir später ganz andere Wege eingeschlagen haben als die unserer Kinderträume.
Ist es dann also egal, welche Fremdsprache ab Stufe 6 erlernt werden soll? Wir meinen nicht.

Im Folgenden möchten wir Ihnen in dieser Frage Entscheidungshilfen aus Sicht der Fachkonferenz Französisch anbieten.

Französisch ist nicht nur die "Muttersprache von Asterix und Obelix". Sie ist neben Englisch heute noch immer die wichtigste Sprache in Europa. Es ist die Sprache unseres größten Nachbarvolkes, unseres bedeutendsten Handelspartners, Verkehrssprache in vielen Ländern der Erde und nicht zuletzt in der Europäischen Union.
Das Erlernen des Französischen schafft gute Voraussetzungen für viele Studiengänge und den Zugang zu Berufsfeldern in Handel und Industrie, in technisch orientierten Berufszweigen, insbesondere im Rahmen des zusammenwachsenden Europa. In der modernen Berufswelt werden Kenntnisse des Englischen als selbstverständlich angesehen, die einer zweiten lebenden Fremdsprache zunehmend ebenfalls. Außerdem stehen wir Deutschen in Europa in Konkurrenz zu denjenigen, die in ihrem Land zwei bis drei moderne Fremdsprachen erlernen (müssen), wie z.B. in der Schweiz oder in Belgien.

Gute Kenntnisse des Französischen erleichtern zudem das Erlernen weiterer Fremdsprachen, besonders des Spanischen und Italienischen sowie auch das Verstehen von zahlreichen Fremdwörtern lateinischen Ursprungs. Abiturienten mit abgeschlossenem Leistungskurs Französisch sind zudem von der Sprachaufnahmeprüfung an französischen Universitäten befreit.

Warum erlernen dann aber immer weniger Schülerinnen und Schüler die französische Sprache (so wie in Frankreich immer weniger die deutsche Sprache)? Ist sie zu schwierig?

Nein, sie ist logisch aufgebaut und durch regelmäßiges Arbeiten genauso erlernbar wie andere Fremdsprachen auch. Die besondere Aussprache des Französischen wird speziell im ersten Lernjahr intensiv geübt. Der Unterricht der ersten Jahre ist auf die praktische Verwendbarkeit im Alltag ausgerichtet. So können sich die Lernenden schon früh als Touristen im französischsprachigen Ausland in Alltagssituationen verständigen. Wer Französisch lernt, verfügt am Ende der Stufe 10 über die Fähigkeit, sich mit Franzosen in Wort und Schrift zu verständigen und auch in der Oberstufe erfolgreich weiter zu lernen.

Ein weiteres wichtiges Argument:
Niemals mehr ist es so leicht wie in der Schule, sich eine moderne Fremdsprache in Wort und Schrift anzueignen(auch wenn es einem als Schülerin / Schüler vielleicht nicht immer so vorkommt).
 
L A T E I N
  • ist Mutter vieler Fremdsprachen

    z.B. populus - das Volk

    • popolo - Italienisch
    • pueblo - Spanisch
    • peuple - Französisch
    • people - Englisch


  • schärft den Blick für sprachliche Erscheinungen und strukturen in der Muttersprache und in Fremdsprachen und verhilft damit zu größerer Sprachkompetenz


  • unterstützt das Verständnis von Geschichte und Kultur und dient damit der Auseinandersetzung mit der eigenen Zeit


  • ist Basis für wissenschaftliches Arbeiten:

    • als alte europäische Wissenschaftssprache
    • als Voraussetzung für verschiedene Studiengänge
Französisch an unserer Schule

Am Schalker Gymnasium hat man insgesamt dreimal die Möglichkeit, Französisch als neueinsetzende Fremdsprache zu wählen:
  • ab Stufe 6:
    in 6 und 7 pro Woche 4 Stunden
    in 8, 9 und 10 pro Woche 3 Stunden
    Weiterführung in der Oberstufe bis zum Abitur


  • ab Stufe 8:
    3 bis 4 Stunden pro Woche innerhalb des Differenzierungsbereichs
    Weiterführung in der Oberstufe bis zum Abitur


  • ab Stufe 11
    3 Stunden pro Woche als Grundkurs
Latein an unserer Schule

Im Lateinunterricht "fahren" die Schülerinnen und Schüler quasi "mit dem Fahrstuhl in die Antike" und lernen interessante und spannende Dinge über das Leben der Menschen im "Alten Rom" kennen. So erfahren sie z. B., wie sich die Menschen ernährten, wo und wie sie wohnten, wie sie sich kleideten, welche Religion sie besaßen etc.. Diese Lebensgewohnheiten der Römer werden im Unterricht mit den heutigen Lebensverhältnissen und Einstellungen verglichen. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler auch kritisch mit den Lebensgewohnheiten der damaligen und heutigen Menschen auseinander.
Um dieses Leben lebendig werden zu lassen und die Distanz von 2000 Jahren zu überbrücken, werden im Lateinunterricht Bilder und Filme gezeigt und Ausflüge bzw. Exkursionen unternommen (z. B. nach Haltern ins Römermuseum, ins Römisch – Germanische Museum der Stadt Köln, in den archäologischen Park Xanten).
Das Erlernen der lateinischen Sprache schult auch weitere Fähigkeiten, die für Schule und Beruf wichtig sind:
Im Lateinunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler grundlegend, „wie Sprache funktioniert“. Die Kenntnisse, die sie im Bereich der Grammatik erwerben, sind auch für andere Sprachen sehr wichtig.
Die Schülerinnen und Schüler vergrößern durch das Erlernen der lateinischen Sprache ihren Wortschatz im Deutschen. Dadurch verbessert sich ihre Ausdrucksfähigkeit, sie sind versierter im Umgang mit Fremdwörtern, da sie zentrale Begriffe herleiten können.
Grundsätzlich verhilft Latein dazu, den Vorgang des Lernens zu lernen. Denn das systematische Lernen besitzt einen hohen Stellenwert in einer nicht gesprochenen Sprache.
Um die Schülerinnen und Schüler beim Lernen der Vokabeln zu unterstützen, hat die Stufe 7 im vergangenen Schuljahr das Schülerlabor an der Ruhr-Universität Bochum besucht. Dort hat die gesamte Stufe spielerisch verschiedene Verfahrensweisen trainiert, die Vokabeln zu lernen.
Am Schalker Gymnasium kann nur in der Stufe 6 Latein als neueinsetzende Fremdsprache angewählt werden. In den Stufen 6 bis 8 wird Latein vierstündig unterrichtet, in den Stufen 9 und 10 werden die Schülerinnen und Schüler 3 Stunden pro Woche in dieser Fremdsprache unterrichtet.
Nach Abschluss der Klasse 10 erwerben die Schülerinnen und Schüler das Latinum, sofern sie mindestens die Zeugnisnote ausreichend erzielt haben.
Hier finden Sie weitere Aspekte zur Sprachenwahl.

Sowohl mit Französisch als auch Latein kann die Auflage der 2. Fremdsprache in der Oberstufe abgedeckt werden.