Modellversuch "G9"

    Grundlagen:
    Abitur nach 13 Jahren

    Stundentafel "G9 neu"

    Individuelle Förderung

    Häufige Fragen

    Unser Weg zu G9
   
Individuelle Förderung

Individuelle Förderung ist konstitutiver Bestandteil des Schullebens und umfasst alle Jahrgangsstufen.

Erprobungsstufe
  • Freiarbeit und Wochenplanarbeit:
    Die Schüler/innen erhalten in der Stufe 5 im Fach Englisch sowie in der Stufe 6 in den Fächern Deutsch und Mathematik jeweils 1 Stunde zur individuellen Arbeit.
    Ihnen wird dadurch die Möglichkeit eröffnet, persönlichen Interessen und Fragen nachzugehen, vor allem auch Themen und Aufgabenarten nach Schwierigkeits- und Komplexitätsgraden auswählen zu können. Somit wird der Verschiedenartigkeit der Schüler/innen strukturell Rechnung getragen. Offene Unterrichtsformen finden auch in anderen Fächern und anderen Stufen statt.


  • Klassenrat:
    Der Klassenrat ist eine wöchentlich stattfindende Gesprächsrunde, in der sich Schüler/innen einer Klasse und die Klassenleitung gemeinsam mit konkreten Anliegen der Klassengemeinschaft (z. B. Klassenordnung, Konflikte, Projekte, etc.) beschäftigen. Ziel der Gespräche sind vorurteilsfreier Meinungsaustausch, Klärung der Interessen und möglichst einvernehmlicher Lösungen. Die Lehrkraft setzt den Rahmen (Schulgesetz, Hausordnung, usw.) und übernimmt die Verantwortung für den Prozess, nicht jedoch für das Ergebnis. Sie leitet die Schüler/innen an, wie man respektvoll und verantwortlich zu einvernehmlichen Vereinbarungen kommt. Dadurch werden insgesamt Problemlösungs- und Kommunikationskompetenzen geschult. Die Schüler/innen lernen Empathie und Toleranz zu entwickeln, Kompromisse einzugehen, erfahren die Bedeutung von Verbindlichkeit und Verantwortungsübernahme.


  • Spezifische Lern- und Begabungsförderung für Schüler/innen mit Migrations-
    hintergrund:

    Unser Kooperationspartner RAA führt eine gezielte Sprachförderung in Kleingruppen, teilweise durch Lehrkräfte mit Migrationshintergrund, in den Stufen 5 – 7 durch.
    Der muttersprachliche Ergänzungsunterrricht in Türkisch wird in Kooperation mit dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium für die 5er und 6er Schüler/innen im eigenen Hause angeboten.


  • Leseförderung:
    Durch gemeinsame Projekte mit der Stadtbibliothek ("Leseferien") oder anderen Partnern (z.B. in Form von Autorenlesungen, Besuch von Märchenerzählern im Unterricht), Teilnahme an Lesewettbewerben sowie Berücksichtigung genderspezifischer Interessenlagen bei der Lektüreauswahl im Unterricht werden unsere Schüler/innen angeregt, sich eigenständig auch über den Unterricht hinaus Texte zu erschließen und Freude am Lesen zu entwickeln.


  • Möglichkeit zur Hausaufgabenbetreuung:
    Im Rahmen des ungebundenen Ganztages und der angebotenen Übermittagsbetreuung können Schüler/innen ihre vorgesehenen Hausaufgaben mit Unterstützung von Oberstufenschüler/innen anfertigen. Die Klassenlehrer stehen in kontinuierlichem Austausch mit den betreuenden Oberstufenschüler/innen. Die Hausaufgabenbetreuung dient somit der Förderung der Schüler/innen und soll zur Vertiefung von Lerninhalten des Vormittagsunterrichts beitragen.


Mittelstufe
  • Drehtürmodell:
    Das "Drehtürmodell" ist auf besonders sprachbegabte Schüler/innen zugeschnitten. Diese erlernen im Differenzierungsbereich der Stufe 6 gleichzeitig Französisch und Latein und zwar in der Form, dass sie die vorgesehenen 4 Wochenstunden in der 2. Fremdsprache auf die beiden gewählten Sprachen verteilen. Sie nehmen also in Latein und Französisch 2 Stunden pro Woche am Unterricht teil und erarbeiten sich den in den übrigen Stunden durchgenommenen Stoff selbständig; die vorgeschriebene Zahl von 4 Klassenarbeiten wird in jedem Fach absolviert.
    Um zu gewährleisten, dass sich Schüler/innen nicht überfordern, wählt das Klassenkollegium nach differenzierter Beobachtung in der Erprobungsstufe und nach eingehender Beratung die Schüler/innen aus, die für die Teilnahme geeignet wären und begleitet sie auch während des Lernprozesses in Tutorenstunden.


  • Energy Lab:
    Naturwissenschaftlich interessierte Schüler/innen der Stufen 9 und 10 können an einer wöchentlich stattfindenden AG im Wissenschaftspark teilnehmen; sie können dort selbständig experimentieren und an betreuten Exkursionen teilnehmen.


  • Individuelle Schulzeitverkürzung durch "Springen":
    Das individuelle Überspringen ermöglicht besonders leistungsfähigen- und willigen Schülerinnen und Schülern, deren Kompetenz in allen Lernbereichen ausgeprägt ist, die Schulzeit um ein Jahr zu verkürzen. Die Schule bietet den "springenden" Schülerinnen und Schülern Unterstützung und Hilfe an sowohl in den zentralen Fächern( D, E, M und zweite Fremdsprache) als auch im methodischen Bereich. Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Anbahnung des "Springens" am Ende der Stufe 10 in die Qualifikationsphase der Sekundarstufe II.


  • "Komm mit" – Förderprogramm des Landes zur Reduzierung der Sitzenbleiber:
    Schüler, die Schwierigkeiten hatten, die Versetzung zu erreichen, werden durch das Klassenkollegium benannt. Für jeden einzelnen wird ermittelt, aus welchen Gründen er Probleme hatte z.B. hinsichtlich fachlicher Defizite, der eigenen Motivation, des Einflusses der Peergroup o.Ä. Ein individueller Förderplan wird erstellt; ferner werden Vereinbarungen mit den Eltern getroffen, inwieweit sie angesichts der Problemlage unterstützend helfen können. Über den Unterricht hinausgehende Förderung wird in Kleingruppen bei Fachkollegen installiert. Ein Wechsel des zu fördernden Faches ist je nach Entwicklungsstand möglich.


  • Hilfe zur Selbsthilfe durch Lernpaten:
    Der Einsatz von älteren Schülern/Schülerinnen als Tutoren soll darauf abzielen, Resignation, Frustration und Passivität bei jüngeren Schülern/Schülerinnen entgegenzuwirken. Bei festen Treffen sollen Lernstrategien, Selbstorganisation, Verlässlichkeit "auf Augenhöhe" thematisiert und eingeübt werden.


  • "Förderinseln":
    Zwei ältere Schüler/innen bieten in M, E, D, F, L in einem überschaubaren Zeitrahmen (ca. 6-8 Stunden) ein eng begrenztes Thema an, das erfahrungsgemäß für jüngere Schüler/innen problembehaftet ist, z.B. AcI in Latein, "if-clauses" in Englisch etc. Die Teilnehmerzahl soll max. 5-6 Schüler/innen umfassen. Das Hauptziel ist Defizite abzubauen und Impulse zum eigenständigen Weiterlernen zu geben.