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Zum Tode von Dr. Klaus Ulrich Prasuhn

Wir haben mit großer Betroffenheit vom Tode unseres ehemaligen Schulleiters Dr. Klaus Ulrich Prasuhn erfahren.



Gedanken zu Dr. Klaus Ulrich Prasuhn

Ein "Bochumer" am "Schalker"
Im Jahre 1975 kam ein 39-jähriger neuer Schulleiter (Fächer: D/E) ans Schalker, ein traditionell altsprachliches Gymnasium. Von der älteren Generation der Unterrichtenden skeptisch beäugt, von der jungen Lehrerschaft als möglicher "gewerkschaftlicher Kumpel" betrachtet, überraschte und "enttäuschte" er beide Erwartungen:
Er war sich seiner Position als Lenker der Schule von Anfang an bewusst und bot dem Kollegium an, mit ihm als "primus inter pares" gemeinsam neue Wege zu beschreiten, ihm in seinen Visionen zu folgen, z.B. bei der Organisation der 100-Jahr-Feier der Schule im Jahr 1976, bei dem Aufbau der Schulpartnerschaften mit Frankreich (Le Mée s/Seine) und Russland (Schachty), bei wesentlichen Aspekten von Schulentwicklung (schreibende Fachkonferenzen), bei kommunalen und regionalen Projekten (IBA), bei der Vertretung der legitimen Interessen seiner Mitarbeiter (gläserne Schule), bei mutigen Konfrontationen mit der Bezirksregierung in Phasen des extremen Lehrermangels (Ausfall von Deutschunterricht) - viel Arbeit für seine Lehrerinnen und Lehrer, z.T. sehr viel, zu viel ... aber die Erfolge legitimierten das.
Sein engagiertes Eintreten für die Interessen aller am Schulleben Beteiligten brachte ihm große Wertschätzung ein, schulintern und -extern, auch bei denjenigen, für die er unbequem war. Besonders auch die Pflege des Kontakts zu den Ehemaligen des Schalker Gymnasiums war ihm durchgängig ein Anliegen (Goldabitur, jährliche Treffen für alle, intensive Fördervereinsarbeit, Jahresbericht, Aufstellen der Säule des früheren Gebäudes ...). Das Schalker hat in der Zeit, in der Dr. Prasuhn die Schule leitete, auch aufgrund seiner zahlreichen Vernetzungen einen Ruf erhalten, der über die Stadtgrenzen reichte: ein anspruchsvolles Gymnasium mit ausgeprägten Unterstützungssystemen, eine Vorreiter-Schule in allen möglichen Bereichen, was natürlich nur mit einem engagierten motivierten Kollegium möglich war. Das Motivieren gelang ihm aufgrund seiner Persönlichkeit: und wenn Klaus Ulrich Prasuhn auch nicht der "Kumpel" war, auf den mancher gehofft hatte, so war er doch jeder Art von sozialem Miteinander gegenüber offen: legendäre Kollegiumsausflüge, kurzweilige Kollegiumsfeste, Studienfahrten ... - immer war er "mittendrin", viele werden sich erinnern an gemeinsam besuchte Bundesliga-Begegnungen zwischen S04 und VfL Bochum ...
Seine Bindung ans Schalker endete nicht mit seiner Pensionierung (23 Jahre nach Dienstantritt) - auch in den schwierigen Zeiten, als die Schule um ihren Fortbestand bangte, stand er der Schulleitung und der kompletten Schulgemeinde mit Rat und Tat zur Seite, ging mit dem Schalker an die Öffentlichkeit - wie jeder weiß, mit Erfolg (Umwandlung von G8 in G9).
Das Schalker ist froh, einen solchen "Ausnahme-Chef" gehabt zu haben.
H. Kloppenburg für das Kollegium, Januar 2017
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